Appearance
E-Mail verwenden
Eine E-Mail ist ein Brief
Im Gegensatz zu einem Chat gelten bei der E-Mail-Kommunikation die gleichen Regeln wie beim Briefverkehr. Eine E-Mail enthält also eine Anrede, einen höflichen und sprachlich korrekten Text sowie eine Grussformel.
Bei einer E-Mail wird immer auch ein Betreff angegeben. Dieser sollte so gewählt werden, dass er kurz und prägnant den Inhalt der E-Mail zusammenfasst.
Betreff: Wechsel Schwerpunktfach
Sehr geehrte Frau Broekmann
In den ersten sechs Monaten hier am Gymnasium habe ich grosse Freude am Italienischunterricht bekommen. Das von mir gewählte Schwerpunktfach entspricht hingegen gar nicht meinen Vorstellungen. Deshalb frage ich Sie, ob es mir möglich wäre, in das Schwerpunktfach Italienisch zu wechseln.
Freundliche Grüsse
Anna Müller
An, Cc und Bcc
Beim Verfassen einer E-Mail können Empfänger in den drei Feldern An, Cc und Bcc angegeben werden.
- An: In diesem Feld werden Empfänger:innen angegeben, an welche die E-Mail gerichtet ist.
- Cc: Hier werden Empfänger:innen angegeben, welche die E-Mail als Kopie zur Information erhalten. Das bedeutet, dass in Cc erwähnte Empfänger:innen nichts weiter tun müssen, als die E-Mail zu lesen.
- Bcc: Hier können Empfänger:innen angegeben werden, welche die E-Mail «im Geheimen» erhalten sollen. Die hier angegebenen E-Mail-Adressen werden unterdrückt und können von niemandem, der die E-Mail erhält, eingesehen werden. Bcc sollte daher verwendet werden, wenn eine E-Mail an viele Personen, welche sich gegenseitig nicht kennen, geschickt wird.
Herkunft von Cc und Bcc
Cc ist eine Abkürzung des Englischen Begriffs carbon copy, Bcc steht für blind carbon copy. Damit werden mit Kohlepapier angefertigte Kopien von Briefen bezeichnet.
Bei handgeschriebenen oder mit der Schreibmaschine erstellten Briefen war es üblich, ein Kohlepapier zu verwenden, um eine Kopie des Briefes zu erhalten, ohne diesen zweimal schreiben bzw. tippen zu müssen.

Anrede
Ist die gewünschte Anrede der angesprochenen Person bekannt, schreiben wir im beruflichen Umgang «Sehr geehrte Frau Müller» oder «Sehr geehrter Herr Müller». Sind wir mit der angeschriebenen Person vertrauter, können wir «Liebe Frau Müller» oder «Lieber Herr Müller» schreiben.
Kennen wir die gewünschte Anrede nicht, verwenden wir am besten die Anrede «Guten Tag Vorname Nachname», also beispielsweise
Guten Tag, Andrea Müller
So vermeiden wir eine möglicherweise falsche Annahme zur Geschlechtsidentität der Person. Kennen wir den Vornamen nicht, schreiben wir einfach
Guten Tag
Diese Anrede eignet sich auch, wenn wir uns an mehrere Personen richten.
Am Schluss der Anrede steht kein Satzzeichen. Es folgt eine Leerzeile, dann der erste Satz.
Grussformel
Zwischen Text und Grussformel befindet sich eine Leerzeile. Die Grussformel lautet «Freundliche Grüsse» ohne Satzzeichen. Sind wir mit der Person vertrauter, können wir «Liebe Grüsse» schreiben.
Wann antworten? Wann nicht?
Die Funktion «Antworten» benutzen wir nur, wenn wir uns auf das gleiche Thema beziehen. E-Mail-Programme stellen die ursprüngliche E-Mail und alle Antworten normalerweise als Unterhaltung oder Thread dar.
Wenn wir eine neue Unterhaltung zu einem anderen Thema starten wollen, schreiben wir eine neue E-Mail.
Allen Antworten
Die Funktion allen Antworten sollte niemals verwendet werden.
Quellen:
- Wikipedia. Header (E-Mail), abgerufen am 05.06.2022
- Duden. Geschlechtsneutrale Anrede: Gendern in Briefen und E-Mails, abgerufen am 05.06.2022
Bild: Holger Ellgaard, Quelle: Wikimedia Commons ↩︎